Korruptionsstrafrecht

Spricht man von Korruption, dann meint das Korruptionsstrafrecht: Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsnahme und Vorteilsgewährung. Zumeist werden dabei Gesetze oder Amtspflichten durch das Ausnutzen einer Machtposition verletzt, um persönliche Vorteile zu erlangen. Eine Besonderheit im Korruptionstrafrecht ist dabei die Tatsache, dass es zwei Tatverdächtige gibt, den Geber und den Nehmer.

Häufig bei Korruptionsfällen anzutreffen sind natürlich die Vergabe oder Annahme von finanziellen Zuwendungen, den so genannten Schmiergeldern – aber auch von wertvollen Sachgeschenken, Reisen etc. In dem Versuch der Verschleierung werden auch vergünstigte Leistungen (z. B. Hausbau) gewährt. Hierbei stellt der Differenzbetrag zu den realen Kosten die strafrechtlich relevante Zuwendung dar.

Die häufigsten Korruptionsfälle findet man im Zusammenhang mit der Vergabe von öffentlichen Ausschreibungen und in der Privatwirtschaft. Durch die Medienwirksamkeit solcher „Skandale“ ist die Korruption zunehmend in den Blickpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gelangt. Der Bekämpfungsansatz lässt sich dabei in stetigen gesetzlichen Verschärfungen beobachten.

Den aktuellen Stand der Gesetzgebung zu kennen, ist ein wichtiger Faktor; zudem sind die Grenzen, wann eine Zuwendung zur Bestechung wird, nicht immer eindeutig. Als Fachanwälte für Strafrecht sind wir mit den Straftatbeständen im Korruptionsstrafrecht wohlvertraut. Wir vertreten Sie in unserer Kanzlei in Koblenz kompetent und effizient.